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Künstlicher Schließmuskel


Der Vorteil dieses Verfahrens ist eine sehr hohe postoperative Kontinenzrate. 
Dieses operative Verfahren setzen wir bei Inkontinenz durch eine Schwäche des natürlichen Blasenschließmuskelapperates nach Verletzung des Schließmuskels infolge von Operationen im Beckenbereich bzw. nach Bestrahlung ein.

Der künstliche Schließmuskel besteht aus drei Komponenten, die mit Schläuchen verbunden sind.

AMS800-illustration

Bei der Operation wird zirkulär um die Harnröhre eine Manschette angelegt. Anschließend wird eine kleine Tasche im Hodensack bzw. in der große Schamlippe angelegt, in welche die Kontrollpumpe eingelegt wird. Danach wird ein druckregulierender Ballon in den Unterbauch gelegt.

Eine Aktivierung des Sphinkters erfolgt erst einige Wochen nach dem Eingriff nach Abschluss der Wundheilung durch den behandelnden Arzt. Solange bleibt der Patient nach der Operation noch inkontinent.

Der Nachteil liegt im Risiko einer möglicherweise - trotz größter Sorgfalt - auftretenden Infektion, die dann antibiotisch behandelt werden muss. Wird das Implantat mit Keimen besiedelt, kann dies dazu führen, dass der künstliche Schließmuskel wieder ausgebaut werden muss. 

 

 

Sphinkterbilder mit freundlicher Genehmigung der Fa. AMS